Das Entstehungsjahr dieser CD war wohl für die meisten Musiker herausfordernd. Die kreative Arbeit an diesem Album war meine Weise, damit umzugehen. Das neue Album soll persönliche BILDER hör- und sichtbar machen; gemeint sind die äußeren und inneren Bilder, die wir uns von der Wirklichkeit machen, Bilder die uns begleiten und die es uns ermöglichen, Geschichten zu erzählen und uns zu erinnern. Die Musik gibt diesen Bildern lebendigen Ausdruck, deutet sie klangvoll in den Arrangements, den Improvisationen und in der Rhythmik.

Mein Dank geht an die Musiker, die sich bei der Entstehung dieses Albums so engagiert eingebracht haben, und an die, die mich in meinem Vorhaben ermutigt und unterstützt haben. Insbesondere geht mein Dank an Gero Körner, der mit seinem Engagement bei den Kompositionen und mit seinem Pianospiel das Album wesentlich mitgeprägt hat.

Die Band

Gero Körner

piano, co-composer, co-producer
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Werner Lauscher

bass
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Benedikt Hesse

drums, percussion
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und als Gäste

Jens Neufang

Tenorsaxophon
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Jura Wajda

Akkordeon
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Patrick Andersson

Marimbaphon

Hier finden Sie Hörproben meiner Songs:

Hier finden Sie einige meiner Songtexte:

Marimba

Fahrt übers Land es flirrt die Luft, brennt ihre Hitze ins Gesicht, unter der Brücke im trägen Fluß lauern schlammbedeckte Jäger, Krokodile schlafen nicht. Rauch überm Berg und sturzflutartig das Wasser aus den Wolken fällt, Donner verhallt es dampft die Luft, in Windeseile trocknet diese biotope Welt. Abend senkt sich auf Gesichter, grellbunte Frösche singen leise, zum hundertfachen Flügelschlag rufen bald schon die Zikaden auf ihre ganz besondere Weise. Nebel legt nun seine Schutzhaut über den Wald aus wie ein Netz, sein Wasser gießt er über alles, was durstig ihm zu Füßen liegt, die Glühlichter erwachen jetzt. Unter grünen Blätterdächern fließt nachts der Bach auf seinen Wegen, vom Pura Vida flüstert er und Waldesstimmen mischen den Klang vom dunklen Urwaldleben. Und am Morgen streift ein Wind über den Schnee von Costa Rica, in den unzählbaren Blättern tönt ein Rauschen und ein fliegendes Konzert zu den fernen Klängen der Marimba.

Der Wasserlauf

Wie Wasser lautlos über den Stein fließt
ihn zu umschmeicheln scheint
ihn wie zufällig verändert
so formt es ihn im Lauf der Zeit
nach seinem Flusse
trägt ihn ab und
nimmt ihn mit sich
nimmt ihn in sich auf
wie viele Steine schon zuvor
so lernt der Stein zu fließen
und der Wasserlauf sucht neue Wege

Wie Zeit über die Erinnerung fließt
sie zu halten scheint
sie wie zufällig verändert
so formt sie sie doch stetig
nach ihrem Flusse
trägt sie ab und
nimmt sie mit sich
nimmt sie in sich auf
wie die Erinnerung zuvor
die Erinnerung versinkt
und die Zeit fließt ihres Weges